中国日用物质文化

 China Artefakt

 Eine Datenbank zu Alltagskultur und Alltagstechniken Chinas

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Projektbeschreibung


Essen und Trinken, Kleiden, Wohnen, Transport, Kommunikation, Körpertechniken, Arbeit und Spiel, das sind Selbstverständlichkeiten des Alltags, die in China in ihrer historischen, alltagstechnischen und ethnisch-kulturellen Vielfalt einzigartig sind.

Die Alltagskultur Chinas hat immer wieder das Interesse von Beobachtern und Wissenschaftlern erregt. In einer umfassenden Literatur haben sie den Alltag aller Regionen, Epochen und sozialen Schichten beschrieben, Alltagskultur wurde gezeichnet, photographiert und gefilmt. Zahllose Alltagsobjekte werden in den Chinaabteilungen ethnographischer Museen verwahrt. Die Missionsarchive sind reich an Berichten und Dokumenten zum chinesischen Alltag.

In der hiesigen Wahrnehmung Chinas – sei es in Forschung und Lehre, sei es in der Öffentlichkeit – besteht ein großes Interesse an der Alltagskultur des Landes. Allerdings hat die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Selbstverständlichkeiten des Alltags in China noch lange nicht das Niveau einer systematischen Erforschung erreicht, das dank der Arbeiten verschiedenster Fachdisziplinen in Europa heute möglich ist.

Von Januar 2002 bis Juni 2005 förderte die VolkswagenStiftung im Rahmen ihres Nachwuchsgruppenprogramms das Forschungsprojekt "Geschichte und Ethnologie der Alltagstechniken Chinas". Es war an der Technischen Universität Berlin an der Fakultät I, Institut für Philosophie, Wissenschaftstheorie, Wissenschafts- und Technikgeschichte, Arbeitsstelle Geschichte und Philosophie der chinesischen Wissenschaft und Technik angesiedelt. Eines der Ziele dieses Projekts war es, die Technikethnologie in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit China zu etablieren.

Heute bieten schriftliche Materialien, darunter vor allem auch chinesische Fachliteratur, den wichtigsten Einstieg in Themen der technischen Organisation des Alltags in China. Diese schriftlichen Materialien sind Pflichtlektüre, ihr Umfang ist allerdings beträchtlich. In der Einsicht, daß für die Etablierung einer Technikethnologie Chinas diese Literatur ebenso wie andere Materialien nicht in Bücherregalen, Aktenordnern und Schränken verwahrt werden sollte und daß die Verständigung über diese Materialien über eine Datenbank unsere Grundlagenforschung erheblich erleichtern würde, begannen die Mitarbeiter des Forschungsprojektes mit der Entwicklung einer eigenen Datenbank. Es war unser Anliegen, das Material, das wir für unsere Grundlagenforschung ohnehin erschlossen, langfristig einer interessierten Öffentlichkeit so praktisch wie möglich verfügbar zu machen. Für diesen Zweck erarbeiteten wir gemeinsam mit Deike Zimmann von der Firma leansite in Hamburg die Access-basierte Datenbank China Artefakt.